1800 Einsatzkräfte probten den Ernstfall
01.10.2005
KatEx2005 – die größte Katastrophenschutzübung in Hessen seit über 30 Jahren

 

Wiesbaden/Frankfurt am Main Mit der KATEX (KATastropenschutz EXercise) 2005 fand am 01. Oktober in Frankfurt auf dem Gelände des Güterbahnhofes Ost die größte Katastrophenschutzübung seit über 30 Jahren in Hessen statt. Insgesamt waren rund 1.800 Einsatzkräfte von Feuerwehren, Landes- und Bundespolizei, Bundeswehr, Rettungs- und Sanitätsdienstes sowie der Bahn AG im Einsatz.

Ziel der Übung war die Versorgung von ca. 300 Verletzten und deren Abtransport in geeignete Kliniken in und um Frankfurt. Ein weiterer Schwerpunkt lag in der logistischen Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen bei einem derartigen Schadensereignis und dem Heranführen von Kräften aus dem Umland.
Ministerpräsident Koch und Innenminister Bouffier ließen keinen Zweifel daran, dass im Hinblick auf eine mögliche Gefährdung durch Terroranschläge das hessische Katastrophenschutz-Konzept in der Praxis geübt werden müsse. Hierzu sei es notwendig, möglichst realistische Bedingungen zu schaffen.

Das Szenario:  Ein Pkw gerät auf einer Brücke in Brand und explodiert. Ein dahinter fahrender vollbesetzter Reisebus ist zum Ausweichen gezwungen. Dabei verliert der Fahrer die Kontrolle über den Bus, und stürzt auf die darunter liegende Bahnanlage. Eine sich nähernde S-Bahn fährt in den auf den Gleisen liegenden Bus hinein und schleift ihn noch ca. 100 Meter weit mit. Der Bus bricht in zwei Teile. Zur Zeit des Unfalls befanden sich 50 Personen im Bus und 250 Personen in dem S-Bahnzug. Davon sind insgesamt 250 Personen täuschend echt als Verletzte geschminkt und müssen rettungsdienstlich versorgt werden. Der Rest ist geschockt, läuft ziellos im Gleisbereich umher oder liegt regungslos da.

Ein Notruf über die 112 und die Rettungsmaschinerie läuft an. Da werden Einsatzfahrzeuge entsandt, Einsatzleitstände vor Ort aufgebaut und Bereitstellungsräume in Betrieb genommen. Selbstverständlich werden auch die Bettenkapazitäten in den 30 Kliniken der Region abgefragt, Sanitätseinheiten der Bundeswehr in Alarmbereitschaft versetzt und Rettungskräfte aus neun umliegenden Landkreisen auf dem Weg geschickt.

Innenminister Bouffier stellte zufrieden fest, dass die Übung erfolgreich verlief aber trotzdem die gesamte Übung so schnell wie möglich nachbereitet werde, um mögliche Schwachstellen zu erkennen und abzustellen.

Er bedankte sich bei den Anwohnern und Verkehrsteilnehmern in Frankfurt für ihr Verständnis wegen der eingetretenen Behinderungen. "Die Übung diente der Sicherheit aller Menschen und soll verhindern, dass bei einer tatsächlichen Lage, die hoffentlich nie eintritt, die Verletzten möglichst schnell versorgt werden können", so der Minister.

Originaltext: Polizeipräsidium Frankfurt am Main
Quelle: Internetbericht der Pressestelle der Branddirektion Frankfurt am Main
Redaktionell bearbeitet: ff40/mfr



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Der PKW, der das Unglück auslöste.
(Photo: Jörg Bartling)

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Blick auf das Szenario
(Photo: Jörg Bartling)

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Verletztensammelstelle.
(Photo: Jörg Bartling)

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(Photo: Jörg Bartling)

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(Photo: Jörg Bartling)

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Die ersten Minuten
(Photo: Jörg Bartling)

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Im SEG - Zelt
(Photo: Jörg Bartling)

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Aufbau des Verletzten-
sammelplatzes
(Photo: Martin Goldbach)

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(Photo: Martin Goldbach)

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(Photo: Martin Goldbach)

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(Photo: Martin Goldbach)

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Blick von der Absturzstelle 
des Busses
(Photo: Martin Goldbach)

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Betrieb des Platzes
(Photo: Martin Goldbach)

 


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