WALD- UND FLÄCHENBRÄNDE VERMEIDEN 
von Mai bis Oktober ist Saison für diese Schadensfeuer
Lesen Sie was Sie tun können um diese zu vermeiden

www.feuerwehr-roedelheim.org

 

 


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Was ist ein Waldbrand eigentlich genau?!

Es brennt die Bodenvegetation, der Humus, die Rinde und das Laub bzw. die Nadeln von Bäumen und Sträuchern sowie trockenes Holz. Allerdings nur sehr selten das Holz zuvor lebender / gesunder Bäume. 

Der Blitzschlag ist hier nahezu die einzige natürliche Waldbrandursache. Blitzschläge sind zwar gar nicht so selten, immerhin werden zwischen 3 % und 10 % der Waldbrände von Blitzschlägen verursacht, die Fläche der durch Blitzschläge verursachten Waldbrände hingegen liegt unter 1 %!!!, denn Blitzschlagbrände müssen häufig nicht von der Feuerwehr gelöscht werden.


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Die Blitze treffen oft nur einzelne, hohe und exponiert stehende Bäume und im Regelfall sind Gewitter in Mitteleuropa mit intensiven Niederschlägen verbunden die eine Ausbreitung verhindern oder eindämmen bzw. den Entstehungsbrand im Keim ablöschen.

 Laufgeschwindigkeit der Feuer von über 1 km/h sind selten. Ein gesunder erwachsener Mensch kann einem Waldbrand also ohne weiteres entfliehen. Bei Bodenbränden ist die Feuerfront zudem kein Inferno, sondern nur ein schmaler Saum, der zur Rettung durchaus überquert werden kann, da die dahinter liegende Fläche nicht mehr brennt. (Prinzip der verbrannten Erde) Dennoch ist Vorsicht geboten. Die Geräuschkulisse eines Vollfeuers, die Rauchentwicklung, Schadstoffe, Flugfeuer usw. können zur Desorientierung, zur gesundheitlichen

 Beeinträchtigung und zum Einschließen führen und außerdem ist die verbrannte Fläche im Regelfall noch recht heiß.

Die Palette der bekannten Ursachen Wald und Flächenbrände reicht von der sorglos weggeworfenen Zigarettenkippe über die Selbstentzündung alter Munition aus den Weltkriegen, bis hin zum häufigsten Grund: 
das Fehlverhalten von uns Menschen, sei es, daß wir Maschinen heiß laufen lassen (Funkenbildung oder der heiße Katalysator auf der trockenen Wiese), Müll im Wald liegen lassen oder viel zu nah am Waldrand unserem Grill- oder Lagerfeuervergnügen nachgehen.


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Was muß ich beachten!?! / Wie vermeide ich Waldbrände

Die Forstbehörden und die Regierungspräsidium warnen vor unvorsichtigen Verhalten.
Bitte beachten Sie einige einfache Hinweise, die einen Waldbrand verhindern können.

  • striktes Rauchverbot im Wald und waldnahen Wiesen in den Sommermonaten (Mai - Oktober)

  • vermeiden von Müll im/am Wald (z.B. eine Bierflasche / Glasscherbe wirkt wie ein Brennglas)

  • keine brennenden Zigarettenreste aus dem Auto- / Zugfenster werfen

  • Grillen Sie nur an den dafür vorgesehenen Plätzen
    (ACHTUNG: Es kann auch vorkommen, daß sonst normale Grillplätze wegen der Waldbrandgefahr gesperrt werden)

  • Katalysator-Fahrzeuge sollten keinesfalls über trockene Wiesen / Waldboden etc. fahren bzw. dort abgestellt werden, da der Kat sehr sehr heiß wird und Stroh, trockenes Gras sowie Reisig entzünden kann.
    Mal abgesehen von der brennenden Vegetation muß in diesen Fällen meist auch das Auto dran glauben und brennt aus.

  • Zufahrtswege in die Wälder unbedingt frei halten, daß im Falle eines Falles die Löschfahrzeuge schnell und ungehindert einfahren können
    (Eins ist klar: PARKPLATZ gerade um die Waldseen etc. ist sehr rar, 
    aber beim Waldbränden zählt jede Minute für die Feuerwehr - DANKE für Ihr Verständnis!)

  • Beobachtete Wald- & Wiesenbrände sofort über Telefon 112 melden!
    (WICHTIG: Auch kleinere Feuer melden, da durch Funkenflug / Ausbreitung sehr schnell ein ausgewachsener Waldbrand entstehen kann)

 

 

   

§ 306f StGB - Herbeiführen einer Brandgefahr (Auszug)
Deutschland wäre nicht Deutschland, wenn es nicht auch hierfür Gesetzte und Reglungen gäbe ... eine kleine Unachtsamkeit kann also auch sehr teuer werden oder im Gefängnis enden:

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(1) Wer fremde  

1. feuergefährdete Betriebe oder Anlagen,
      2. Anlagen oder Betriebe der Land- oder Ernährungswirtschaft,

           3. Wälder, Heiden oder Moore   oder
                  4. bestellte Felder oder leicht  
                     entzündliche  Erzeugnisse 
                                 der  Landwirtschaft

durch Rauchen, durch offenes Feuer oder Licht, durch Wegwerfen brennender oder glimmender Gegenstände oder in sonstiger Weise in Brandgefahr bringt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft !


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Bekämpfung von Entstehungsbränden
Die Brandbekämpfung eines Entstehungsbrandes ist die sicherste Methode einen Waldbrand zu verhindern. Da Wasser in den meisten Fällen nicht zur Verfügung steht, könnten die nachfolgend aufgeführten Hilfsmittel wie folgt eingesetzt werden, bitte beachten Sie allerdings, daß Sie schon vor der Brandbekämpfung die Feuerwehr über die 112 alarmieren und sich bei den Brandbekämpfungsmaßnahmen nicht in Gefahr bringen.


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  • Austreten von kleinen Brandstellen / Funkenflugfeuer
  • Auskehren oder Ausschlagen mit etwa 1,5 Meter langen frischen Nadelbaumästen
  • Abdecken der Brandstelle mit Sand, Kies oder Erdreich
  • Löschen mit Feuerlöschern
  • Gegen den Wind in Sicherheit bringen
  • Feuerwehr-Anfahrtswege freihalten
  • Die Feuerwehr einweisen und schon für freie Anfahrt sorgen falls möglich und nötig

   

Besonderheiten beim "Waldbrand"-NOTRUF

Neben den üblichen W - Fragen eines Notrufs kommen beim Waldbrand noch ein paar hilfreiche Informationen hinzu die der Feuerwehr weiter helfen können.
  • Genaue Angabe des Brandortes 
    (Kilometermarken von Wanderwegen, markante Punkte als Anhaltspunkt / Beschreibung)
  • Ausmaß des Brandes
    (wie viel Fläche ist betroffen ... )
  • Art des Brandes 
    (Erd-, Boden- bzw. Wipfelfeuer)


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  • Günstigste Zufahrt zum Brandort,
    evtl. einen Treffpunkt mit den Einsatzkräften vereinbaren
    (bedenken Sie bitte, das der Weg LKW - tauglich sein muß, gerade beim Waldbrand kommen für die Wasserversorgung auch die riesigen Großtanklöschfahrzeuge bis hin zu Flugfeldlöschfahrzeugen (wenn vorhanden) zum Einsatz)
  • Derzeitigen eigenen Standort des Meldenden angeben
    (damit eine Gefährdung ausgeschlossen werden kann, bzw. der Disponent auf seiner Karte eine Peilung vornehmen kann)

   

Bundesweiter Waldbrand-Gefahren-Index des Deutschen Wetterdienstes (DWD)

Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach (DWD) unterhält eine mehrfach täglich aktualisierte Karte der Bundesrepublik, auf der die Gefahrenlagen farblich dargelegt werden und erklärt wird, wie diese Prognose errechnet wird.
Wie ist denn die Waldbrandgefahr in Ihrer Region?!?! Schauen Sie doch einfach einmal nach:
www.dwd.de

   

Ökologische Besonderheiten:

Wenig bekannt ist auch die Tatsache, dass schon im Vorfeld die bestehenden Waldschäden die Waldbrandgefahr noch mehr erhöhen. 

Die verlichteten Kronen geschädigter Bäume fördern den Graswuchs auf dem Boden. Die im Winter abgestorbene Grasschicht wirkt im Frühjahr wie ein "Brandbeschleuniger", so dass nicht nur in den Hitzeperioden im Sommer, sondern gerade auch im Frühjahr die Waldbrandgefahr außerordentlich hoch ist. 

Gleichzeitig behindert der stärkere Graswuchs die Wasserversorgung des Baumes, so daß er trockener und leichter entflammbar ist.


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Ein Großteil der Bäume verbrennt zwar, aber die Feuer beschleunigen auch die Zersetzung des am Boden liegenden Totholzes und der Blätter, und setzen dadurch Mineralien frei. Für manche Waldökosysteme sind derartige wiederkehrende Brände sogar lebensnotwendig.

In den USA gibt es einige Kiefernarten, die zum dauerhaften Überleben auf Feuer angewiesen sind. 
So öffnen sich die Zapfen dieser Kiefernarten erst dann, wenn sie einer hohen Temperatur ausgesetzt wurden. Dieses Phänomen läßt sich über die Lichtbedürftigkeit der Kiefer erklären. 

Die Lichtverhältnisse in einem dichten Wald sind zum Gedeihen der Jungpflanzen nicht ausreichend. Nach einem Waldbrand bieten die Lichtverhältnisse den jungen Kiefernkeimlingen beste Auswuchsbedingungen.

Auch für die in Australien heimischen, größten Laubbäume der Welt, die Mountain Ash (Eucalyptus regnans), sind Feuer lebenswichtig. Zwar können die alten Bäume durch den Brand sterben, aber es fallen auch zahllose ihrer Samen auf den durch das Feuer frisch gedüngten Boden. Da das Feuer auch die konkurrierenden Pflanzen am Boden zerstört, wachsen schon bald tausende neuer Sämlinge heran.


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Textquellen & Genehmigungen:

- Broschüren (und Logo) mit freundlicher 
  Genehmigung diverser Forst- und  
  Landwirtschaftsämter zur Prävention
- Informationen der Regierungspräsidien
- eigene Texte

Photoquellen:

- pc_1 = photocase.com © *lahja*
- pc_2 = photocase.com © schiffner
- pc_3 = photocase.com © calmate
- ue     = s.marks - www.kfv-uelzen.de
- mfr    = Markus Frömmel
- mac = Flickr.com
© MacBook8

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