Wappen von Frankfurt

Freiwillige Feuerwehr
Frankfurt am Main - Rödelheim
gegründet 1859

Wappen von Rödelheim

 

 
 

Brandschutztipps für Hotelaufenthalte bei Geschäftsreise und Urlaub

Heutzutage sind es nicht nur die warmen Sommertage die zum Urlaub und einem Hotelaufenthalt einladen. Ob Sonne, Schnee, oder Berge, Urlaubszeit ist erstens das ganze Jahr und  zweitens leben viele tagtäglich in Hotels, weil sie an einem entfernten Seminar teilnehmen oder direkt beim Kunden zu tun haben.  Wer die Presse aufmerksam verfolgt wird schnell erkennen dass Brände in Hotels, Gaststätten und Diskotheken gar nicht so selten sind. Die Ergebnisse sind zumeist tragisch. Und aus dem Traumurlaub wird ein Alptraum. Bitte beherzigen Sie die unter stehenden Ratschläge, damit Sie heil und unversehrt aus den schönsten Wochen des Jahres wieder kehren.

Oft liegt das daran, dass der "Vorbeugende Brandschutz" in diesen Ländern
nicht den gleichen Stellenwert hat wie bei uns.

Brandschutz in Hotels

In Deutschland gilt:
Gebäude, die länger als 40 Meter sind, müssen durch Brandwände in Brandabschnitte unterteilt werden. Auch bei Fluren von über 30 Meter Länge sind Unterteilungen durch nicht abschließbare, selbstschließende Türen, die in Fluchtrichtung aufschlagen, notwendig.

In Gebäuden mit mehr als zwei Vollgeschossen müssen zu den Treppenräumen hin dichtschließende Türen angebracht sein.

Für die Ausstattung von Fluren und Treppenräumen sollen weitgehend nichtbrennbare Baustoffe verwendet werden.

Einengende Gegenstände dürfen in Fluren und Treppen nicht abgestellt werden.

Die Rettungswege ins Freie müssen durch beleuchtete Hinweisschilder gekennzeichnet sein. Flure, Treppen und Gänge müssen auch im Notfall elektrisch beleuchtet werden können. Doch wie sieht in Ihrem Urlaubsort aus?


Dort, wo der vorbeugende Brandschutz nicht so ernst genommen wird, sollte man folgende Punkte im Auge behalten, wenn man unbeschwert die schönsten Tage des Jahres genießen will. 
Denn eigentlich sollte man als Gast in einem Beherbergungsbetrieb erwarten können, dass

            
  • die Türen von Fluchtwegen nie verschlossen sind
    bzw. ohne Schwierigkeiten von innen geöffnet werden können.
  • Brandschutztüren geschlossen sind
  • der Zimmerabschluss rauchdicht ist
  • das Personal weiß, was es im Brandfall zu tun hat.
  • Feuerlöscheinrichtungen vorhanden, geprüft und benutzbar sind.
  • das Personal mit den vorhandenen Feuerlöscheinrichtungen umgehen kann.
  • die Möglichkeit besteht, von der Feuerwehr gerettet zu werden.

Schauen Sie sich im Urlaubshotel aufmerksam nach diesen Punkten um bzw. erkundigen Sie sich darüber, Sie werden meist sehr schnell feststellen müssen, dass diese Forderungen für Ihre persönliche Sicherheit nur allzu oft nicht eingehalten werden.

Deshalb gilt es, selbst Vorsorge zu treffen, um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein. Dabei wollen wir Ihnen nicht den Spaß verderben oder Ängste schüren, sondern nur vielmehr Ihren Blick für mögliche Gefahren schärfen. "Die Feuerwehr hilft - vorsorgen müssen Sie", das gilt insbesondere dort, wo der bei uns gewohnte Sicherheitsstandard nicht immer eingehalten wird!?

Wir wünschen Ihnen und Ihren Angehörigen einen stressfreien, sonnigen und erholsamen Urlaub und vor allem eine gesunde Rückkehr in die Heimat!

Ihre Feuerwehr

Vorsichtsmaßnahmen bei Hotelaufenthalten

Schon wenige Minuten Zeit zur Orientierung können im Notfall für Sie
ausschlaggebend über Gesundheit oder sogar über Leben und Tod sein.
  • Studieren Sie den vom Hotel vorgesehenen Alarmplan.
  • Machen Sie sich mit den Fluchtwegen und Notausgängen vertraut.
    Prüfen Sie, ob Notausgänge wirklich zu öffnen sind.
  • Wenn der Flur dunkel und voller Rauch ist, muss Ihnen der Weg vertraut sein. Suchen Sie nach einem zweiten Fluchtweg, falls der erste unbegehbar sein sollte.

  • Suchen Sie nach dem nächstgelegenen Feuerlöscher oder Wandhydranten. Sie müssen diese Löschgeräte auch im Dunkeln und bei starker Rauchentwicklung finden können.
    Informieren Sie sich auch über deren Handhabung.

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  • Überprüfen Sie die Fenster in Ihrem Zimmer:
    - Lassen sie sich öffnen?
    - Wie funktionieren die Griffe?
    - Welches Fenster eignet sich zur Flucht?

    Vielleicht befinden Sie sich nur wenige Meter über dem Erdboden und können ggf. diesen Fluchtweg wählen. Springen Sie möglichst nicht aus größerer Höhe; die Gefahr, sich dabei zu verletzen, ist zu groß. Wenn Sie sich in einem höheren Stockwerk befinden, prüfen Sie, ob sich ein Dach oder ein Vorbau innerhalb einer sicheren Springentfernung befindet.

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  • Vergewissern Sie sich, wie Sie im Brandfall alarmiert werden (Alarmgong, Hausrufanlage, usw.)
  • Machen Sie es sich zur Gewohnheit, den Zimmerschlüssel immer an der gleichen Stelle aufzubewahren (z. B. auf dem Nachttisch oder im Türschloss), so dass Sie ihn immer stets griffbereit haben. Sie brauchen ihn, um bei blockierten Fluchtwegen in Ihr Zimmer zurückzugelangen.

  • Wie lautet z. B. die aktuelle Notrufnummer und steht sie auf dem Telefon?
    Leider ist es nicht weltweit die 112.
  • Unterlassen Sie feuergefährliche Handlungen wie Rauchen im Bett oder den Aschenbecher in den Papierkorb entleeren.

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  • Fahren Sie im Brandfall niemals mit dem Aufzug.

Verhaltensregeln im Brandfall:

  • Bewahren Sie Ruhe, damit Sie überlegt handeln können!

  • Wenn ein Brand in Ihrem Zimmer entsteht, melden Sie ihn unverzüglich! Unterschätzen Sie das Feuer nicht!

  • Lösen Sie Alarm aus (Rufen, Telefon, Feuermelder usw.)!

  • Löschen Sie nur dann selbst, wenn Sie sicher sind, es zu schaffen! Führt der erste Versuch nicht zum Erfolg sofort ...

  • ... das Zimmer verlassen.

  • Schließen Sie die Tür, damit Rauch und Flammen nicht in den Flur gelangen!

  • Wecken Sie Ihre Zimmernachbarn!

Bei Rauch im Zimmer:
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  • Rollen Sie sich aus dem Bett, ziehen Sie Schuhe an und kriechen Sie zur Tür (giftige Rauch und Brandgase steigen nach oben). Vergessen Sie Ihren Zimmerschlüssel nicht. Atmen Sie eventuell durch ein nasses Tuch. 
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  • Betasten Sie die Tür mit der Hand.
    Wenn die Tür oder der Türgriff heiß ist: nicht öffnen!
    Wenn die Tür nicht heiß ist, langsam öffnen.
  • Überprüfen Sie den Flur.
    Wenn alles klar ist, gehen Sie zum nächsten Notausgang; bei Rauch im Flur: kriechen! (Vergessen Sie Ihren Schlüssel nicht und schließen Sie die Zimmertür hinter sich, um Ihre Sachen zu schützen.) Bleiben Sie nahe an der Wand, so daß Sie die Türen bis zum Notausgang zählen können. Wenn der Notausgang oder das Treppenhaus blockiert ist, benutzen Sie einen anderen Notausgang. (Sie haben sich ja schon vorab darüber informiert!?)
  • Gehen Sie zum Erdgeschoss hinab.
    Halten Sie sich am Handlauf der Treppe fest (den Aufzug dürfen Sie auf keinen Fall benutzen) - zur Orientierung und damit Sie nicht von anderen aufgeregten Hotelgästen umgerannt werden.
    Wenn der Rauch dichter wird sollten Sie nicht versuchen weiter in diese Richtung zu gehen, suchen Sie einen anderen Weg.
Die Tür ist heiß oder der Flur voller Rauch. Was tun?
  • Wenn Sie im Erdgeschoss wohnen, könnten Sie es schaffen, aus dem Fenster zu springen, ohne größere Verletzungen davonzutragen. Wohnen Sie höher, bleiben Sie besser an Ort und Stelle. Sie können theoretisch in Ihrem Zimmer durchaus einen Brand unbeschadet überstehen.
  • Machen Sie sich bemerkbar.
    Wenn das Telefon funktioniert, rufen Sie damit Hilfe herbei. Geben Sie das Stockwerk und die Zimmernummer an. Hängen Sie ein Laken aus dem Fenster, um die Feuerwehr aufmerksam zu machen. Nicht an dem Laken herabklettern!
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  • Stellen Sie die Badezimmer-Entlüftung an und füllen Sie die Badewanne mit Wasser.
    Die Entlüftung kann den Rauch verringern. Das Wasser in der Wanne kann zum Löschen erforderlich werden. 
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  • Machen Sie Handtücher und Laken nass.
    Sie benötigen diese, um z.B. Türspalten abzudichten, wenn Rauch hereindringt. Schöpfen Sie Wasser, z.B. mit dem Eisbehälter oder mit einem Papierkorb, um Türen und Wände zu kühlen, falls dies erforderlich ist.
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  • Verschaffen Sie sich frische Luft.
    Wenn der Rauch in Ihrem Zimmer immer mehr zunimmt, hängen Sie sich eine Decke wie ein Zelt über den Kopf und atmen Sie bei geöffnetem Fenster frische Luft ein. Wenn sich das Fenster nicht öffnen lässt, zerschlagen Sie es notfalls mit einem Stuhl, einer Schublade oder einem Kleiderständer. 
    Bedenken Sie aber:
    Wenn Hitze und Rauch außerhalb des Fensters aufsteigen, müssen Sie es geschlossen halten.

Links zu themenverwandten Tipps:

Die hier aufgeführten Ratschläge und Tipps haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es wird nie eine Patentlösung für eine Gefahrensituation geben. Aber diese Hinweise geben ihnen die Möglichkeit besonnener an eine solche Situation heran zu treten.

 

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