Freiwillige Feuerwehr
Frankfurt am Main - Rödelheim
gegründet 1859



Gefährliche Mythen und Irrglauben

MYTHEN <=> DIE REALITÄT
Ich paß' da schon auf deshalb bin ich vor Bränden sicher! <=> Stimmt nicht! Elektrische Defekte sind häufige Brandursachen. Auch Brandstiftungen im Keller oder Hausflur sowie ein Brand in der Nachbarwohnung oder der Mülltonne vor dem Haus gefährden Sie völlig unverschuldet.
Ich bin doch noch nicht senil, ich habe das alles unter Kontrolle! <=>
Bei mir ist alles Sicher!  <=>
Wenn es brennt, habe ich mehr als zehn Minuten Zeit die Wohnung zu verlassen <=> Irrtum! Sie haben durchschnittlich nur vier Minuten zur Flucht, inklusive Aufwachen. Eine Rauchvergiftung kann bereits nach zwei Minuten tödlich sein!
Mein Haustier weckt mich schon bei einem Feuer! <=> Eine gefährliche Fehleinschätzung, wenn man nur 2 Min. hat um sich in Sicherheit zu bringen - besonders Nachts, wenn der Nachbar schläft und das Haustier im Nebenzimmer ist.

Diese und andere Aussagen kriegen wir als Feuerwehr immer wieder zu hören, wenn wir für die Sicherheit unserer Mitbürger werben und u.A. über Rauchmelder aufklären möchten ... 

Mögliche Gründe für einen Brand

... doch Fakt ist nun mal, dass:

  • Fernsehapparate zu den häufigsten Brandursachen in Wohnungen zählen .

Und jetzt sagen Sie uns einmal, wie Sie das verhindern können bzw. unter Kontrolle halten wollen.

Nicht zu unterschätzen sind auch unsere lieben Kleinen:

Tag täglich rücken Löschzüge auf der ganzen Welt einzig und alleine deshalb aus, weil das Essen auf dem Herd vergessen wurde. 
Schlimm wird es dann erst recht, wenn Fett sich so weit erhitzt hat, dass es brennt. 
Jetzt das falsche Löschmittel und Ihre Küche steht in Flammen und Sie haben sich schwere Verbrennungen zugezogen, denn bei brennendem Fett z.B. in der Friteuse ruft ein Löschversuch mit Wasser eine sog. Fettexplosion hervor.
(siehe rechts)

  • die Küche steht ebenfalls ganz hoch in Kurs der Statistiken, was die Ausgangspunkte von Wohnungsbränden angeht, vergessenes Essen, elektrisch defekte Küchengeräte, das Handtuch in Herdnähe oder der vergessene Herd...

Ich denke jeder kann es nachvollziehen, ein romantischer Abend am Kaminfeuer ist etwas Wunderbares,
Nichts wäre dann ärgerlicher, wenn während des Rendezvous nicht nur die Herzen Feuer fangen, sondern auch der Teppich oder Ähnliches. 

  • Holz-, Kohle- und Ölöfen (insbesondere offene Kamine) sind gerade in der kalten Jahreszeit eine ständige Gefahrenquelle, aus der sich Brände entwickeln können.

Es gibt noch unzählige Möglichkeiten für Brandausbrüche, die Sie leicht beeinflussen können:

  • Lampions bei Partys, Kerzen bei Festen und Feiern, insbesondere zur Advents- und Weihnachtszeit sind als Ursachen sehr häufig anzutreffen. Ein missglückter Fondueabend, eine Zigarettenglut im Papierkorb bzw. einfach neben dem Ascher oder das Rauchen im Bett sind immer wiederkehrende Brand- und TODESursachen in den Einsatzstatistiken der Feuerwehren.

Nicht zu vergessen der Hobby- und Heimwerkerbereich, hier kann es zu:

  •  "Explosion beim Fußboden verkleben", "Entzündung von brennbaren Flüssigkeiten bei Reparaturarbeiten am Auto in der Garage", "Bränden durch das Auftauen von eingefrorenen Wasserleitungen" kommen.

Überlegen Sie doch selbst einmal!


Nicht nur die oben aufgeführten Highlights führen zu tödlichen und teuren Bränden. 
Es gibt vielmehr Möglichkeiten für die Entstehung eines verheerenden Brandes, für die es sicherlich auch bei Ihnen schon einmal Anzeichen gegeben hat.
Hat Ihnen nicht auch schon einmal der Lötkolben etwas angesengt, weil er nicht so liegen geblieben ist, wie Sie es wollten?
Oder produzierte die heruntergefallen Zigarette nicht schon einmal einen Brandfleck in Sofa, Schreibtisch oder Teppich .... ?

All dies sind leicht nachvollziehbare Beispiel, deren Liste sich endlos fortsetzen ließe. 
Die größte Gruppe der Brandursachen nehmen allerdings beschädigte elektrische Einrichtungen oder Geräte ein.
Strom sieht man nicht und deshalb ist es für viele auch sehr schwierig diese Materie und deren Gefahren richtig einzuschätzen.

Wir wollen Ihnen helfen Ihre Wohnung ein Stück sicherer zu machen und deshalb:

Tipps zur Schadensverhütung

So schützen Sie sich vor Schäden


Technische
Voraussetzungen:

 
  • Setzen Sie nur CE- und VDE- (GS) bzw. TÜV- (GS-) geprüfte Elektrogeräte ein. Elektrische Geräte müssen mit dem CE-Kennzeichen markiert sein.
    Da diese Kennzeichnung alleine noch keine Aussage über die Qualität des Produkts macht, sollten Sie auf ein zusätzliches Prüfkennzeichen achten, z.B.: VDE, TÜV VDE-GS, TÜV-GS. 
    Das GS-Zeichen steht dabei für "geprüfte Sicherheit"
  • Der FI-Schalter (Fehlerstrom-Schutzschalter) muss einwandfrei funktionieren 
    (jeder Schutzschalter hat eine TEST-Taste)
  • Beachten Sie vor Inbetriebnahme eines Elektrogerätes die Gebrauchsanweisung

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Elektrowärmegeräte:
 
  • Elektrowärmegeräte (z.B. Wasserkocher) nur mit Abschaltautomatik und Knickschutz am Zuleitungskabel verwenden. Der Tauchsieder hat ausgedient! Mittlerweile gibt es hervorragende Wasserkocher. die einfach und sicher funktionieren.
  • Elektrowärmegeräte (z.B. auch Bügeleisen) stets auf eine feuerfeste Unterlage und in genügendem Abstand von brennbaren Gegenständen stellen oder montieren. 
    Bitte denken Sie auch daran, wenn Sie "nur mal eben kurz..." etwas machen möchten.
  • Betreiben Sie Elektrogeräte nur unter Aufsicht und schalten Sie diese nach Gebrauch ab. Am besten den Netzstecker ziehen, denn eingesteckte Geräte sind vor einem Kurzschluß nie ganz sicher. 
    !!! Bitte beachten Sie aber trotzdem immer die Bedienungsanleitung !!!

  • Muß es denn wirklich eine Heizdecke sein? Viele Verbrennungen oder Wohnungsbrände mit tödlichem Ausgang waren auf aus unerklärlichen Gründen verrückt spielende Heizdecken zurückzuführen.
  • Heizstrahler brauchen einen Mindestabstand von brennbaren Stoffen: mindestens 50 cm, im Strahlungsbereich sogar 100 cm. Sonst kann ihnen schneller Warm werden als es Ihnen lieb ist.

Fernsehgeräte:
 
  • Fernsehgeräte benötigen genügende Lüftung, deshalb bei Schrankeinbau einen Mindestabstand von seitlich 15 cm und oberhalb von 20 cm einhalten.
  • Auch wenn es so schön aussieht: Deckchen, Blumentöpfe, und andere Utensilien haben nichts auf dem Apparat verloren.
  • Schalten Sie das Gerät immer völlig aus und belassen Sie es nicht im "Stand-by-Betrieb".
    Das spart nebenbei auch noch Strom und somit mehrere hundert Mark in Jahr.
  • Vor allem ältere Fernsehgeräte sind brandgefährdet - deshalb von einer Fachkraft überprüfen lassen.
  • Bei Gewitter und längerer Abwesenheit (Urlaub) Netz- und Antennenstecker ziehen.
  • Bei ungewöhnlichen Bildstörungen, Knistern im Gerät oder bei Brandgeruch den Fernseher sofort ausschalten und den Netzstecker ziehen.

Elektrische Haushaltsgeräte:
  • Wandsteckdosen nicht durch unzulässige Abzweigstecker erweitern
  • Verteilersteckdosen dürfen nicht überansprucht werden. Eine Waschmaschine und ein Wäschetrockner waren für diese Dreiersteckdose  (siehe rechts) eindeutig zuviel. Folge: Zimmerbrand.
  • Waschmaschinen, Trockner und Kühlschränke brauchen genügend Entlüftungsmöglichkeit.
    Sie sollten deshalb Lüftungsschlitze nicht zudecken
  • Reinigen Sie bei Wäschetrocknern regelmäßig das Flusensieb

Wäschetrockner und Waschmaschiene zusammen an einer einfachen Dreiersteckdose war diese einfach zuviel: ZIMMERBRAND

Bei Problemen
und Defekten:
 
  • Lassen Sie defekte Elektrogeräte nur von einer Elektrofachkraft reparieren
  • Defekte Steckverbindungen und Sicherungen wegwerfen und durch Neue ersetzen
  • Achten Sie beim Auswechseln von Glühlampen immer auf die richtige Wattzahl
  • Fällt das Bild auf der Fernsehmattscheibe zu einem waagrechten Strich zusammen, das Gerät sofort abschalten und den Netzstecker ziehen. Bei Brand Löschversuche nur seitlich am Gerät stehend vornehmen, da die Gefahr einer Implosion der Bildröhre besteht.

 


CHECKLISTE -Überprüfen Sie jetzt Ihren Haushalt!


Mit den obigen Ausführungen haben wir Ihnen die häufigsten Fehlerquellen bei Elektrobränden im Haushalt aufgezeigt. Jetzt ist es an Ihnen! 
Gehen Sie Ihre Elektrogeräte, die Installationen sowie dei Kabel und Steckdosen durch und überprüfen Sie diese auf:

  • Funktionstüchtigkeit
  • Sicherheitsabstände zu brennbaren Gegenständen
  • Nichtbrennbarkeit von Standplätzen und Umgebung

Nehmen Sie sich ein paar Minuten und überprüfen Sie anhand der Checkliste Ihre eigene Wohnstätte!
Getreu dem Motto: 

Gib dem Feuer keine Chance!

Falls Sie die eine oder andere Frage nicht positiv beantworten können, wenden Sie sich bitte an ihre örtliche Feuerwehr, diese berät Sie gerne, denn Vorbeugen ist besser als löschen.

CHECKLISTE 
für den häuslichen Brandschutz

Sind Zündquellen wie Streichhölzer oder Feuerzeuge
sicher vor Kindern untergebracht?
Wurde Ihr Feuerlöscher (falls vorhanden) in den letzten zwei Jahren von
einem Fachmann gewartet?
Sind alle Mitglieder Ihres Haushaltes mit der Bedienung
des Feuerlöscher
vertraut?
Sind in Ihrem Haushalt die elektrischen Einrichtungen in einwandfreiem Zustand und wurden sie von einem Fachmann installiert bzw. instandgesetzt?
Liegt in der Küche eine Löschdecke oder ein anders geeignetes
Mittel zum Ersticken von Fettbränden bereit?
Ist in Ihrer Wohnung ein Rauchmelder installiert?
Hat Ihr Fernseher genügend Luftzirkulation und stehen keine Pflanzen oder Ähnliches auf dem Gerät?
Werden Ihre Leitungen durch zu viele Mehrfachsteckdosen überlastet?
Werden die Mindestabstände zu allen heißen Geräten eingehalten?
Verwenden Sie überall die richtige Watt-Zahl in Ihren Glühbirnen?
Kennen Ihre Kinder die Notrufnummer der Feuerwehr und haben Sie
mit ihnen über das richtige Verhalten  im Brandausbruch und das Absetzen eines vollständigen Notrufs gesprochen?

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