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Tragbare Feuerlöscher sind das Mittel, was Ihnen in
allen öffentlich Gebäuden und leider viel zu wenig
Privathaushalten zur Verfügung steht, um Entstehungsbrände im
Keim zu "ersticken".
Jedes Feuer kann in seiner Entstehung durch einfachste Maßnahmen,
die von jedem durchführbar sind, gelöscht werden. Nur durch
fehlende oder falsche Maßnahmen wird aus einem kleinen Feuerchen ein
großes Schadensfeuer.
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Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen die
kleinen roten Helfer etwas näher bringen, Ihnen deren Aufbau,
die Wirkungsweise und vor allem deren Handhabung näher bringen. |
 
Nicht
jeder Feuerlöscher kann für alle Brände eingesetzt werden!
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Wenn man das falsche Löschmittel anwendet,
kann man schnell das Gegenteil dessen erreichen, was man im Sinn
hatte! Wir erinnern hier nur an Fettexplosionen, wenn brennendes Öl
mit dem "natürlichsten" Löschmittel der Welt in Kontakt kommt, dem Wasser!
(siehe rechts)
Es gibt vier Brandklassen, die man anhand
von Symbolen, die auf jedem tragbarem Löschgerät angebracht sein müssen,
leicht den Brandarten zuordnen kann:
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FESTE
STOFFE,
hauptsächlich organischer Natur, mit Glutbildung
z.B. Holz, Papier, Stroh, Kohle, Textilien, Autoreifen |
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FLÜSSIGE
STOFFE
oder flüssig werdende Stoffen
z.B. Benzin, Öle, Fette, Harze, Teer, Wachse, Alkohole, Kunststoffe |
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GASFÖRMIGE
STOFFE
z.B. Methan, Propan, Wasserstoff, Acetylen, Stadtgas |
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METALLE
z.B. Aluminium, Magnesium, Natrium, Lithium, Kalium oder deren
Legierungen |
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Speise-
und Frittier-FETTE (neu seit
Jan05 - mehr
Infos!
) |
In den meisten Fällen werden Sie ABC Pulverlöscher
antreffen, damit können Sie nahezu alle Brände bekämpfen, außer es handelt
sich um Metalle, was glücklicherweise nicht so oft vorkommt.
 
Arten
von Feuerlöschern
Zunächst unterscheidet man in Dauerdruck- und Aufladelöscher.
Bei Dauerdrucklöschern befindet sich das Treibmittel mit dem Löschmittel
in einem Druckbehälter. Der Nachteil hieran ist allerdings, dass eine
geringe Undichtigkeit des Behälters zur Funktionsunfähigkeit des Gerätes führt.
Diese Löscher gibt es schon zu recht günstigen Preisen für ca. 50 DM.
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Bei Aufladelöschern erfolgt das
"scharfmachen" oder aufladen erst unmittelbar vor dem
Gebrauch.
Hier wird das Treibgas in einer separaten Patrone mitgeführt und erst
zum Löschmittel geführt, wenn man den Löscher entsichert. Es gibt
Feuerlöscher mit innenliegender Druckpatrone (links) aber auch solche
die eine externe Treibmittelflasche (rechts) haben.
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Aufbau
und Bedienung eines Pulver-Aufladelöschers,
dem Gerät mit welchem Sie am ehesten konfrontiert werden:
| Aufbau |
Handhabung |
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1
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Sicherungslasche oder -stift
Dieser ist meist Gelb
und so angebracht, daß er leicht zu finden ist. |
Reißen Sie an der Lasche oder
ziehen sie den Stift heraus. |
2
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Schlag- oder Auslöseknopf
meist Rot, kann auch in
den Griff integriert sein |
Schlagen Sie fest auf den Knopf,
bis Sie den Widersstand überwunden haben, Sie hören jetzt ein leises
rauschen! Es dauert ca. 5-10 Sec bis sich der Druck vollständig
entfaltet hat!! |
3
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Treibmittelkartusche
sie ist mit einer dünnen Membran verschlossen, die sie mit dem Dorn
des Schlagknopfes durchstoßen |
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4
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Blasrohr
hierdurch wird das Treibgas in den Löschmittelbehälter geführt |
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5
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Signalstift
ist nur selten vorhanden |
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6
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Steigrohr
hierdurch wird das treibmittel zum Schlauch geführt |
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7
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Löschpistole mit Schließmechanismus
zum dosierten Abgeben des Löschmittels |
Bringen Sie nun stoßweise das Löschpulver
auf den Brandherd aus.
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Bedenken Sie bitte, daß ein 6 Kg Pulverlöscher
nur etwa 4-6 Sekunden Löschmittel im Dauerbetrieb abgeben kann,
deshalb ist es wichtig das Pulver nur stoßweise abzugeben.
Nach den ersten Stoßen werden Sie sowieso nicht mehr sehen, wohin Sie
zielen sollen! (siehe rechts)
Mit Panikreaktionen hat noch niemand einen Blumentopf gewonnen!
Auch hier gilt: In der Ruhe liegt die Kraft.
Da es viele verschieden Modelle und
firmenspezifische Besonderheiten gibt, sollten Sie sich die Feuerlöscher
in Ihrem Umfeld einmal näher betrachten und sich diese evtl. erklären
lassen, damit Sie im Falle eines Feuers nicht erst die Anleitung
studieren müssen.
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Richtiger
Einsatz von Handfeuerlöschern
Um einen möglichst schnellen Erfolg der Löschmaßnahmen zu erreichen
sollten folgende Grundsätze beachtet werden:
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- Immer mit der Windrichtung vorgehen!
- Spritzen Sie in die Glut nicht in die Flammen.
- Halten Sie genügend abstand, damit sich die Pulverwolke
entfalten kann und das gesamte Feuer einhüllen kann
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- Flächenbrände von vorne nach hinten ablöschen
- richten Sie den Pulverstrahl immer in die Glut nicht in die
Flammen, also nicht von oben nach unten löschen!
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- Bei Tropf und Fließbränden gilt:
von oben (Austrittsstelle) nach unten löschen
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- Nicht kleckern, klotzen!
Wenn möglich sofort mehrere Feuerlöscher gleichzeitig
einsetzen, und nicht nacheinander!
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- VORSICHT ! Achten Sie auf ein Wiederaufflammen,
bis die Feuerwehr eintrifft!
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- Feuerlöscher die benutzt oder auch nur aktiviert wurden
auf keinen Fall einfach wieder wegstellen, sondern sofort
wieder einsatzbereit machen lassen.
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Führt Ihr erster
Löschversuch zu keinem Erfolg, verlassen Sie
sofort dem Raum und schließen Sie die Türe hinter sich, verschließen
sie sie jedoch nicht.
Erwarten Sie die gerufene Feuerwehr, um diese
einzuweisen bzw.
die Schlüssel zu übergeben.
Leichtsinn sollte nicht mit Mut verwechselt
werden!
 
Zum richtigen und sicheren Einsatz von Handfeuerlöschern gehört auch das
Einhalten von
Sicherheitsabständen
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Speziell bei elektrischen Anlagen besteht eine
erhebliche Gefahr, wenn Sie mit einem Löschmittel hantieren, das den
Strom so gut leitet wie Wasser. Hier sollten nur Pulver oder
Kohlendioxidlöscher eingesetzt werden, die sich meistens auch in
der Nähe solcher Anlagen befinden.
Ihre heimische Steckdose führt einen Spannung von 230 Volt,
Drehstromsteckdosen, wo zum Beispiel Elektroherde angeschlossen
sind, arbeiten mit 380 Volt.
Bei Anlagen mit bis zu 1000 Volt Spannung müssen folgende Sicherheitsabstände eingehalten werden:
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| Löschmittel |
Wasserlöscher |
Schaumlöscher |
Pulverlöscher |
Kohlendioxid
- Löscher |
| geeignet
für die Brandklasse |
A |
A und B |
A, B und C
oder
B und C |
B |
| Mindestabstand |
3 Meter |
3 Meter |
1 Meter |
1 Meter |
An Anlagen, die über 1000 Volt führen, dürfen ohne
Elektro-Fachpersonal keine Löschmaßnamen unternommen werden. In der
Regel sind diese Anlagen auch speziell gesichert und nicht ohne weiteres zugänglich.
 
Sicherstellen
der Funktionsfähigkeit durch regelmäßige Wartungen
Die Normung für Feuerlöscher sieht eine Prüfung alle zwei Jahre
vor. Nur wenn die Prüftermine eingehalten werden, können sie im Ernstfall
auch sicher mit ihrem Feuerlöscher rechnen.
Wenden sie sich an einen Fachbetrieb in Ihrer Nähe!
Vorsicht bei Dauerdrucklöschern, hier muss der Behälter gemäß einer
Druckbehälterverordnung zusätzlich alle 10 Jahre durch einen
Sachverständigen (z.B. TÜV) geprüft werden.
 
Mal
ehrlich ...
- Wissen Sie, wo sich der nächste Feuerlöscher
in Ihrer Arbeitsstätte befindet?
- Kennen Sie das Fabrikat und damit seine
Handhabung?
- Sind die Feuermelde- und Löscheinrichtungen
immer frei zugänglich? Ein Feuer kann jederzeit ausbrechen
und nimmt keine Rücksicht auf Kartonagen, im Gegenteil!
- Sind die Feuerlöscher in ihrem Umfeld immer
rechtzeitig geprüft worden?
- Haben Sie sich schon einmal über den
günstigsten Fluchtweg Gedanken gemacht?
- Sind Brand und Rauchschutztüren nicht
doch manchmal verkeilt oder aufgestellt?
- Kennen Sie Zeichen für
Fluchtwege,
Sammelstellen, Brandmeldeeinrichtungen
oder Löscheinrichtungen?
- Könnten Sie ad hoc einen vollständigen Notruf
absetzen?
- Und was ist bei Ihnen zuhause, wer
weckt Sie wenn Sie schlafen
und der Fernseher oder die Stehlampe einen Kurzschluss
hat und Ihr Wohnraum brennt?
Kein schöner Gedanke mit den Füßen voran aus der eigenen
Wohnung getragen zu werden, oder?
- Haben Sie nicht auch schon einmal gesagt:
"Bei mir brennt's nicht!" oder "Mir passiert
so was nicht!" ?
(EIN VIELLEICHT TÖDLICHER IRRTUM!)
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